Neues Merkblatt für Betriebe

Tipps für Betriebe: Internationale Fachkräfte finden

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von Unternehmen Berufsanerkennung
04.07.2023 5 Minuten Lesezeit

Sie interessieren sich für die Einstellung internationaler Fachkräfte, wissen aber nicht, wie Sie diese erreichen können? Unser neues Merkblatt stellt verschiedene Möglichkeiten vor, wie Sie mit internationalen Fachkräften in Kontakt treten können und enthält hilfreiche Tipps für internationale Stellenanzeigen.

Neue Zielgruppe: internationale Fachkräfte

Bei der Personalsuche richten immer mehr Unternehmen den Blick ins Ausland. So ist die Beschäftigung von qualifizierten Fachkräften aus Drittstaaten von 2013 bis 2020 um rund 45,6 % gestiegen.[1] Auch für kleine und mittlere Betriebe können internationale Fachkräfte eine interessante Zielgruppe sein, die dabei helfen kann, den Personalbedarf zu decken. Um gezielt internationale Fachkräfte anzusprechen, kann es dabei notwendig sein, neue Wege zu gehen und die richtigen Ansprechpersonen zu kennen.

Erste Anlaufstelle: Bundesagentur für Arbeit

Rund um die Rekrutierung von internationalen Fachkräften gibt es verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten und Anlaufstellen, zuallererst die Bundesagentur für Arbeit. Betriebe, die grundsätzlich an der Einstellung internationaler Fachkräfte interessiert sind, können sich hier zunächst an den örtlichen Arbeitgeber-Service der Bundesagentur wenden. Auch der Internationale Personalservice der ZAV (Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit) kann bei der Suche unterstützen.

Internationale Stellenportale nutzen

Ein wichtiges Instrument für die Personalsuche im In- wie im Ausland ist die Veröffentlichung von Stellenanzeigen. Um internationale Fachkräfte zu erreichen, sollten Betriebe Stellenanzeigen auch international inserieren. Das EURES-Portal, beispielsweise, richtet sich an Fachkräfte aus dem europäischen Ausland. Daneben bietet das Portal „Make it in Germany“ nicht nur Informationen für internationale Fachkräfte und Arbeitgeber*innen in Deutschland zum Thema, sondern auch eine eigene Jobbörse. Stellenangebote können dort eingestellt werden, indem man in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit der Veröffentlichung auf „Make it in Germany“ zustimmt.
Unser Tipp: Veröffentlichen Sie Stellenanzeigen auf Deutsch und Englisch! Weitere praktische Tipps für internationale Stellenanzeigen finden Sie in unserem Merkblatt.

Von Netzwerken profitieren

Bei der Suche nach internationalen Fachkräften bietet es sich an, auf private oder berufliche Netzwerke zurückzugreifen. Betriebe sollten offen kommunizieren, dass sie auch nach internationalen Fachkräften suchen: Oft ergeben sich Kontakte über Mitarbeitende oder das Umfeld. Auch regionale Initiativen oder Projekte wie das IQ Netzwerk können Betriebe dabei unterstützen, gezielt internationale Fachkräfte zu erreichen.

Anpassungsqualifizierung als Chance: UBAconnect

Darüber hinaus bietet UBAconnect Betrieben die Möglichkeit, sich als Qualifizierungsbetrieb für Fachkräfte mit einer teilweisen Anerkennung ihres ausländischen Berufsabschlusses zur Verfügung zu stellen. UBAconnect ist eine Datenbank, in die sich Betriebe, die bereit sind, internationale Fachkräfte im Rahmen einer Anpassungsqualifizierung zunächst befristet einzustellen, kostenfrei und unverbindlich eintragen können. Damit helfen Betriebe Fachkräften nicht nur dabei, ihren ausländischen Abschluss voll anerkennen zu lassen, sondern gewinnen auch neue qualifizierte Mitarbeitende. Mehr Informationen zu diesem Projektangebot finden Sie hier.


[1] Im Jahr 2020 umfasste das etwa 1,2 Millionen Personen mit einer beruflichen oder akademischen Qualifikation. Quelle: Sarah Pierenkemper / Helen Hickmann / Anika Jansen: KOFA kompakt, 3/2022: Internationale Fachkräfte aus Drittstaaten – zwei Jahre Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Online abrufbar unter https://www.kofa.de/media/Publikationen/KOFA_Kompakt/Internationale_Fachkraefte.pdf.